Etappe 11 - Millstättersee ich komme

 

Das beste an den kurzen und eher leichten Etappen ist, dass man sich beim Frühstück ein bisschen mehr Zeit lassen kann und man trotzdem früher am Ziel ankommt als bei den anderen Etappen.

 

 

Der Start in den Tag

Ich sitze also gemütlich im Gastgarten des Hotels und sehe dabei zu, wie die Standler den Handwerksmarkt aufbauen. Das geschäftige Treiben bringt mich nicht aus der Ruhe. Ich bin es mittlerweile gewohnt allein zu Abend zu essen bzw. zu frühstücken und genieße es. Immer die aktuelle Ausgabe der lokalen Zeitung vor mir liegend beginne ich den Tag. Ganz klassisch offline statt wie sonst immer online.

Endlich wieder Turnschuhe

 

Nach dem Checkout mache ich mich wieder auf den Weg. Die Strecke ist perfekt für heiße Tage, denn sie führt zu einem großen Teil durch Lichte Wälder. Es ist ein Turnschuh statt Wanderschuhtag und meine Füße sind entzückt.

 

 

Scharfe Ripperln

Zu Mittag erreichen wir die Burgruine Sommeregg und das dazugehörige Foltermuseum. Bei schlechtem Wetter sicher ein Besuch wert, aber ich setze mich dann doch lieber mit gegrillten Ripperln auf die Terrasse. Mein Tipp: Unbedingt die mit Chili probieren.

Im Shop finde ich einen Stimmungsring. Kennen Sie den noch? Er wechselt die Farbe je nach Temperatur des Fingers. Fast hätte ich mir so einen aus der Kindheitserinnerung heraus gekauft. Jetzt bereue ich es fast ein bisschen. Naja, vielleicht ergibt sich ja nochmal die Chance.

Infopoint direkt am Wasser

Recht bald danach erreichen wir Seeboden. Wir gehen direkt zum Infopoint, der mitten im öffentlichen Park am See liegt. Es ist herrlich. Das Wasser glitzert in der Nachmittagssonne und viele liegen mit ihren Hunden in der Wiese. Ist aber, laut Hotel, eigentlich verboten.

Mein Tipp: Einfach einige hundert Meter die Strandpromenade runter gehen. Dort findet sich ein eigener Strand für Hunde. (Klauberpark)

Das Biwak

Mein Freund und ich haben uns den Luxus eines Biwaks in Seeboden geleistet. Es gibt mehrere davon, die an unterschiedlichen Plätzen realisiert wurden und von unterschiedlichen Betrieben bewirtschaftet werden.

Wir haben das vom Hotel Moserhof auf einer Blumenwiese hoch oben mit Blick auf den See ergattert. Das kleines Haus, mit Doppelbett, Toilette, Waschbecken und Außendusche mit elektrischen Dachflächenfenstern und einem Kühlschrank unterm Baum ist fantastisch. Zweisamkeit auf höchstem Niveau mit Sternenhimmel inklusive.

Abends bekommen wir einen Korb voller regionaler Köstlichkeiten und genießen die Ruhe und den Ausblick.

Mein Tipp: Unbedingt ausprobieren. Super Ambiente für besondere Anlässe wie zum Beispiel Geburtstag, Jahrestag oder um sich einfach mal als „Halb-Selbstversorger“ eine Auszeit vom Alltag zu gönnen.

Achtung: Unbedingt vorher abklären, ob man den Hund mitnehmen kann.

Morgen hab ich einen Ruhe Tag, den ich dringend brauche. Meine Beine sind schwer wie Blei und freuen sich darauf den ganzen Tag am See liegen zu dürfen.