Etappe 14 – Kühle Überraschung im Brunnen.

 

Nach einem wundervollen Frühstück im Gastgarten des Hotel Post mache ich mich auf den Weg. Ich hatte Rezessionen gelesen, dass das Stück bis nach Radenthein unspektakulär ist und nur einer asphaltierten Straße folgt. Das dürfte in der Zwischenzeit schon geändert worden sein, denn ich wandere ganz gemütlich umgeben von Waldluft und dem Rauschen des Baches dem beschriebenen Weg entlang. Nach der langen Bergab-Session gestern genau das Richtige für meine Füße.

 

 

Familienfreundlich

Die gesamte Etappe bietet sich gut für Familien an. Mit größeren Kindern gleich von Beginn und mit kleineren dann einfach den späteren Einstieg beim Mühlenweg nehmen. Hat ein bisschen etwas von Erlebniswelt und begeistert wahrscheinlich auch die Smartphone-Generation. Es gibt viele Wasserspiele zu sehen und die Etappe ist sehr gut von der Sonne geschützt. Außerdem gibt es auch am Weg genügend Verpflegungsoptionen und die eine oder andere kühle Überraschung!

Wer Zeit hat sollte sich das Granatmuseum anschauen. Ich hatte leider keine Zeit dafür, aber Erlebnismuseum klingt auf jeden Fall spannend und ich hole das mit Sicherheit bei Gelegenheit nach.

Was mir sehr gefällt ist, dass der Alpe Adria Trail immer wieder weiterentwickelt wird. Während ich aus unzureichender Aufmerksamkeit noch asphaltierte Serpentinen hochschrauben musste, gibt es dazu laut einem Herren, den ich am Mühlenweg getroffen habe, schon eine tolle Alternative. Also unbedingt auch auf Zeichen am Boden achten und nicht nur aufs Smartphone bzw. die App starren.

Wie schaut’s mit Verpflegung aus?

Langsam hat sich bei mir schon eine Routine eingeschlichen. Ich frühstücke ausgiebig oder nehme mir ein Lunchpaket mit, trinke zu Mittag je nach Hitze ein alkoholfreies Bier und einen Hollersaft auf 0,5 mit Soda und esse dann so früh wie möglich und viel zu Abend.

Meine heutige „Bierzeit“ findet in der Aichholzerhütte statt. Ich komme mit den Gästen dort ins Gespräch und ich fühle mich auf Anhieb wohl. Irgendwie sind die Kärntner alle so tiefenentspannt. Wo bitte hab ich diese Eigenschaft liegen gelassen? Ich hoffe ich finde am Trail eine Antwort darauf…

In Österreich Halbpension gebucht, ab Slowenien aber auf Übernachtung mit Frühstück abgeändert. Das hat den Grund, dass Abendessen meistens erst gegen 18:00 Uhr ist und mir aufgrund meines ausgelassenen Mittagessens dann doch etwas zu spät. Zudem möchte ich manchmal gerne von der Karte bestellen. Vor allem, wenn ich im Ausland bin. Aber am besten einfach ausprobieren. Man bekommt sehr schnell ein Gefühl dafür, was einem gut tut.

Die Etappe endet bei der Erlacherhütte. Sehr nette und flexible Gastgeber, die mir sogar meine Wäsche gewaschen haben! Eine wirkliche Wohltat. Also wer kann, sollte auch unbedingt dort übernachten. Hüttenfeeling pur mit großer Stuben und Gemeinschaftsduschen.

Mein Tipp: Die Brettljause probieren. Pixi und mir hat sie sehr gut geschmeckt. Allein hätte ich sie sicher nicht geschafft 
Und am nächsten Tag so früh wie möglich starten. Die Etappe wird einzigartig!